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Rendezvous im Garten 5,6,7 Juni 2026
»Das Sehen«
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Liebe Freundinnen und Freunde des Rendezvous im Garten! Liebe Gastgebende, liebe Besucherinnen und Besucher! Liebes Gartennetz! Liebe DGGL!
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Zwischen Kompost und Kunst: Gärten als Orte der Wahrnehmung! Wer hinschaut, entdeckt mehr beim Rendezvous im Garten 2026. Mit Sinn für Detailschärfe oder Weitblick brechen wir unter dem Motto »Das Sehen« auf und lassen unsere Blicke wachrütteln. Schön, dass Sie als Gastgeber:innen, Veranstaltungsgäste und Gartenbesucher:innen dabei sind!
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»Wenn Gärten und Parks mehr zeigen als erwartet: Wir nutzen die Gartenkunst für einen Perspektivwechsel und blicken auf ein Wochenende, das ganz dem geschärften Sehsinn gewidmet ist«, lädt Felicitas Remmert ein, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL e. V.). Rendezvous im Garten ist das einzige Gartenfestival, das über Grenzen geht. Das zeigt sich in diesem Jahr allein schon unter unserem Dach in der Bodenseeregion. Dort geht es kreuz und quer über den See in die Schweiz, nach Österreich und erstmals nach Liechtenstein.
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Unser Newsletter kurz vor der Veranstaltung bietet eine kleine Auswahl als Streiflicht, um in das diesjährige Motto einzuführen und Lust zu wecken, im Programm zu stöbern. Es erwarten Sie wieder etliche Orte, die nur für das Rendezvous öffnen und 36 Gärten und Parks sind neu dabei. Es wird wie immer beim Rendezvous unterhaltsam, praktisch, festlich, vergnügt und diesmal sehr weitsichtig. Zwischen Totholzkunst, Seeblicken, Fotografien, selbstgebauten Fernrohren, Pflanzplänen, Blickachsen und Sternenhimmel wird Sehen zur Entdeckungsreise.
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Was sehen wir? Und was übersehen wir?
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Motto getreu bietet sich ua ein Blick an in die Schaugärten der Profis: Mit offenen und geschlossenen Augen führt Holländerin Jolanda van Ammerom über das Gelände ihrer Gärtnerei in Ostingersleben in Sachsen-Anhalt. Im Zaubergarten Bielefeld in Nordrhein-Westfalen verrät Garten- und Landschaftsbauer Michael Holzweiler, was gute Gestaltung ausmacht anhand von Sichtachsen, Raumwirkung und gezielter Blickführung. Zwischen Duft und Blüte zeigt sich in der Syringa Kräutergärtnerei in Baden-Württemberg, dass Sehen nie alleinsteht, sondern gepaart ist mit Wahrnehmung und Gefühl. Der private Garten in Hessen von Designerin Cynthia Nebel wurde vom Callwey Verlag letztes Jahr zu einem der schönsten Gärten gewählt. In Niedersachsen bietet bei Hannover das private Arboretum der Gärtnerei Immengarten einen Natur- und Bienenschaugarten plus insektenfreundlichem Natur-Waldgarten.
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Planen Sie jetzt Ihr persönliches Programm auf unserer Website. Zeitnah erscheint dort auch das europaweite Programm.
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Mit der praktischen Suchmaske können Sie nach Ortsnamen oder Bundesländern filtern, nach Stichworten wie z.B. Schloss, Natur im Garten, Schaugarten, Klostergarten, Gartendenkmal, Klimawandel, Welterbe u.v.m. Angezeigt werden auch alle Gärten und Parks, die zum ersten Mal mitmachen. Informieren Sie sich, welche Veranstaltungen kostenlos besucht werden können und wo eine Anmeldung nötig ist. Einige Angebote werden nur stattfinden, wenn bis zu einem bestimmten Stichdatum Anmeldungen eingehen.
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Ziele im Norden:
- Auf Schloss Eutin in Schleswig-Holstein können alle Gäste mit einem selbstgebauten Fernglas auf Entdecker-Parcours durch den berühmten Küchengarten gehen. Und das ist nur eine Option im zweitägigen Programm.
- Neu bei uns ist Schloss Vietgest in Lalendorf bei Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern mit der erstmals hier stattfindenden LebensArt-Messe: Ein Gartenerlebnis rund um Pflanzeninspiration, Kulinarik und Kunsthandwerk mit entspanntem Rahmenprogramm.
- Im Gutshaus Lexow an der Mecklenburgischen Seenplatte verschiebt eine Sternenbeobachtung den Blick vom Garten in den Kosmos. Warum nicht gleich hier übernachten?!
- Misstraue der Idylle, rät der gelernte Staudengärtner, Landschaftsarchitekt und frühere künstlerische Leiter der BUGA Berlin. Garten Gottfriedsen in der Uckermark in Brandenburg ist sonst nicht öffentlich zugänglich. Beim Rendezvous führt Hendrik Gottfriedsen selbst.
- In Hannover lenkt der Meditationsgarten der Pagode Vien Giac den Blick nach innen: Pflanzen, Symbole und Raumgestaltung eröffnen eine andere Form des Sehens. Auch auf Schloss Landestrost spielt die Philosophie des Lebens eine Rolle. Licht und Schatten wurden zum Denkraum für 28 künstlerische Positionen, die zeigen, wie Wahrnehmung unser Weltverständnis prägt. Zudem locken mehr als 20 Privatgärten in der Gartenregion Hannover hinter den Gartenzaun.
Angebote im Osten:
- Zwischen Giersch und Spitzwegerich entscheidet der Blick in Sachsen-Anhalt. Die Führung „Unkraut oder Delikatesse“ im Stadtpark Aschersleben schult das Auge für das, was essbar, heilsam oder eben doch zu meiden ist.
- In Berlin bieten die Gärten der Welt eine Teezeremonie im chinesischen Steinboot. Jeder Handgriff macht sichtbar, wie Sehen, Zeit und Achtsamkeit zusammenwirken. Im Natur Park Südgelände wird das Sehen taktil erweitert: Eine Führung, die jenseits des Visuellen ansetzt und Wahrnehmung inklusiv denkt. Privat und persönlich wird es in einem Landhaus aus dem Berlin der goldenen 1920er-Jahre. Die Galerie am kleinen Wannsee präsentiert dort zeitgenössische Landschaftskunst, gemalt von einer Architektin und einer Landschaftsarchitektin. Dabei stehen auch der private Garten und die Terrasse offen!
- In Thüringen im vor Kurzem eröffneten SOMSO-Lehrpfad im Stadtpark Sonneberg holen überdimensionierte Modelle das Unsichtbare ins Blickfeld und Mikroorganismen werden plötzlich sichtbar. Im Hermann-Pistor-Gymnasium am selben Ort wird im Schul-Gemeinschaftsgarten das Sehen zwischen Kunst, Wissenschaft und Alltag neu zusammengesetzt. Das umfangreiche öffentliche Vormittagsprogramm lohnt sich!
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Mikrokosmos oder Landschaft Ein Wochenende, das den Blick verändert!
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Ideen für den Westen:
- Siedlungsgrün im Wandel: Wer in den Düsseldorf-Bilk Mietergärten in der Carl-Schulz-Siedlung genauer hinschaut, erkennt hier soziale Geschichte, kollektive Pflege und Zukunftsfragen zugleich. Unbedingt beim Besuch Initiator Stephen Reader in seinem Anliegen unterstützen: Er setzt sich ein für den Eintrag des Gesamtgeländes in die NRW-Liste Immaterielles Kulturerbe. Entsprechende Unterschriftenlisten liegen aus.
- Eine deutsch-französische Fotoausstellung im Garten am Institut français Aachen hinterfragt Sehgewohnheiten.
- Zwischen den historischen Mauern im selbst restaurierten Benediktinerhof interpretiert die Künstlerin und Produktdesignern Iris Leonhardt barocke Gartenpracht auf ihre Weise. Ihre Skulpturen und die Gemälde einer befreundeten Künstlerin prägen in dieser Saison den rheingrün Hofg/art/en in einem Winzerdorf in Rheinland-Pfalz.
- Wie stellt sich ein historischer Park dem Klimawandel? Im Osteinschen Niederwald bei Rüdesheim decken Experten der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen bei einer Waldführung mit nostalgischem Rhein-Blick auf, was das Garten-Team unternimmt.
- Wandernde Orchideen erzählen von Klimaverschiebungen in der Region GartenRheinMain in Biebesheim Leeheim. Wer sie entdeckt, liest Landschaft wie ein lebendiges Protokoll des Wandels, bei einer Führung des Umweltbildungszentrums Schatzinsel Kühkopf.
- Im Kurpark Bad Schwalbach in Hessen fordert die Begegnung mit der Äskulapnatter einen Perspektivwechsel – vom reflexhaften Wegsehen hin zum bewussten Wahrnehmen einer bedrohten Art.
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Ziele im Süden:
- Zwischen Villa und Landschaftsgarten geht es um schöne Aussichten in der Gartenliteratur: Im Gartendenkmal Lindenhofpark in Lindau, direkt am Ufer des Bodensees, wird die Neuauflage eines Bildbands bei einem Fest vorgestellt.
- Bei den Offenen Gartenparadiesen in Überlingen und Umgebung in Baden-Württemberg teilen Gartenliebhaber:innen ihre Leidenschaft zu gärtnern oder die tolle Aussicht auf den Bodensee. Viele der Gärten sind sonst nicht öffentlich zugänglich.
- Wo andere Abfall sehen, entsteht in Rödental im privaten Thieracher Garten ein Raum für Staunen, Leben und neue Kategorien des Sehens dank einer monumentalen Totholzinstallation des Künstlers herman de vries. Wir freuen uns sehr, dass diese Veranstaltung in Kooperation stattfindet mit dem im Frühling neu gegründeten Zweig Oberfranken der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V.
- Ungewöhnlich: Im Schloss- und Landschaftspark Dennenlohe in Bayern eröffnet eine Führung „aus Sicht der Vierbeiner“ völlig neue Perspektiven auf Gartenräume. Denn die von Süsskinds sind selbst begeisterte Hundezüchter.
- Der Botanische Garten Augsburg weckt in einer Fotoausstellung das Besondere im Detail.
Überregional:
- Zwischen Heilpflanzen, Klostermauern und blühenden Themengärten wird „Das Sehen“ zur Entdeckung alten Wissens. In diesem Jahr sind viele Klostergärten vertreten, darunter erstmals die Stiftung Welterbe Klosterinsel Reichenau. Hier führen mittelalterliche Pflanzengeschichten zu Salbei, Wermut und Frauenminze, ein Gläschen des auf der Insel produzierten Weins eingeschlossen. In der Schweiz entstand in St. Gallen inmitten der Altstadt, dem Stiftsbezirk und dem UNESCO-Weltkulturerbe ein moderner Klostergarten, der Biodiversität mit jahrhundertealter Gartenkultur verknüpft. Der Klostergarten St. Georgen in Stein am Rhein präsentiert traditionell Heilkräuter und Insektenpflanzen. Eine Führung zu Maulbeer-, Tulpenbäumen und Eichen geht vom Klostergarten Allerheiligen in Schaffhausen aus. In Österreich im Kloster Mariastern lehrt ein Naturheilkunde-Seminar die Heilkraft einheimischer Bäume. In Sachsen-Anhalt bieten die Klostergärten Michaelstein Freude für Auge und Nase bei Gartensonderführungen, gespickt mit medizinisch Hilfreichem von Holunder bis Rose und mit Kostproben aus Blüten, Knospen und blumigen Getränken.
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Wir wünschen allen Gelingen in der Durchführung und allen Besucherinnen und Besuchern viel Freude am Programm! Herzliche Grüße von Susanne Isabel Yacoub, Koordinatorin und Öffentlichkeitsarbeit; Sabine Freifrau von Süsskind, Vizepräsidentin DGGL für das Gartennetz Deutschland, Felicitas Remmert, Vizepräsidentin der DGGL e.V.
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Bild I: Landschaftspark Osteinscher Niederwald, Staatliche-Schlösser und Gärten Hessen © Kilian Schönberger Bild II: Botanischer Garten Augsburg, Winde © Norbert Liesz
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